Podiumsdiskussion: Massenentlassungen verhindern. Arbeitsplätze bei Siemens und Bombardier erhalten

Unsere Bundestagsfraktion lädt zur Podiumsdiskussion ein. Es soll sich um die Möglichkeiten drehen, Massenentlassungen zu verbieten und um den Erhalt der Arbeitsplätze sicher zu stellen.

Sie sind dazu am 24. Januar 2018 von 18 Uhr bis 20 Uhr herzlich ins Jugendhaus Wartburg in Görlitz eingeladen.

Mehrere Tausend Görlitzer singen für Siemens und Bombardier

Es waren fast 2.000 Menschen die vor Weihnachten Weihnachtslieder vor den Toren Siemens sangen. Das war ein deutliches Zeichen der Einwohner für den Erhalt des Betriebes und es war der größte Weihnachtschor den Görlitz je erlebt hat. Viele kamen mit brennenden Kerzen.

Eingeladen hatten dazu die Kirchen aus Sachsen. Es sangen unter anderem der Görlitzer Bachchor und die Innenstadtkantorei. Außerdem auch Mitglieder aus mehreren Chören von Görlitz. Es erklangen weihnachtliche Chorwerke von Michael Praetorius, Heinrich Schütz und Georg Friedrich Händel.

In Ihren Reden machten unter anderen Michael Kretschmer Ministerpräsident Sachsen, Irmgard Schwaetzer, frühere Bundesministerin und Chefin des Kirchenparlaments der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hans-Wilhelm Pietz, Pfarrer in der Innenstadtgemeinde und andere den Görlitzer Mut.

"Vielleicht besinnt sich ja auch Siemens und gibt uns eine Chance", sagt der Betriebsratschef des Turbinenwerkes, Christian Hainke. Er sei dankbar, dass sich so viele Menschen in der Region für die Mitarbeiter von Siemens und Bombardier in Görlitz einsetzen.

Dazwischen wurden Lieder wie "Süßer die Glocken nie klingen", "O Tannenbaum", oder "Stille Nacht, heilige Nacht "gesungen. Nach 75 Minuten sangen dann alle "O du fröhliche" und eine "gnadenbringende Weihnachtszeit". Zum Abschluss blies eine Schneemaschine kleine Schneeflocken über den Chor und die Posaunen hinweg in die Menschen.

Postkarte - Solidarität mit den SIEMENS Beschäftigten

Unser Solidaritätsaufruf mit den Beschäftigten für das SIEMENS Werk in Görlitz können Sie hier herunterladen und als Postkarte versenden.

Siemens und Bombardier - Gemeinsam trommeln für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Region

Das gab es noch nie in Görlitz:

Mehr als 3.000 GörlitzerInnen, Mitarbeitende von Siemens, von Bombardier, GewerkschafterInnen, Bürgermeister aus der Region, PolitikerInnen und „unbeteiligte“ BürgerInnen haben am 29.11.17 gegen die Schließung von Siemens und dem Personalabbau bei Bombardier demonstriert.

Um 13 Uhr bildeten die Menschen zwischen den beiden Betrieben eine kilometerlange Menschenkette. Jan Otto von der IG Metall sagte:

Die Menschenkette war klasse, es war keine Kette, vielmehr mehr ein Bollwerk.

Von den an der Menschenkette beteiligten Politikern waren hauptsächlich Politiker der LINKEN, wie Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Sachsen, einige Landtagsabgeordnete mit ihren Mitarbeitern sowie viele Mitglieder dabei.

Eine der Rednerinnen der LINKEN war Caren Lay. Sie sagte unter anderem unter großem Beifall:

Es ist nicht hinnehmbar, dass Siemens einerseits Rekordgewinne einfährt und andererseits Standorte schließen will. Die Beschäftigten in Görlitz genießen meine volle Solidarität im Kampf um ihre Arbeitsplätze!

Rico Gebhardt erklärte sich ebenfalls solidarisch.

Am 13. Dezember möchte DIE LINKE, dass sich der Landtag in dieser Sitzung mit der Situation in Görlitz befasst.

Kreisparteitag der LINKEN. Görlitz solidarisiert sich mit dem Kampf der ArbeitnehmerInnen im Werk Görlitz.

Einstimmig hat der Kreisparteitag der LINKEN, der am Samstag dem 18. November in der Jugendherberge Görlitz tagte einem Antrag zugestimmt, sich mit den ArbeitnehmerInnen von SIEMENS in Görlitz zu solidarisieren und Sie bei ihrem Kampf um den Erhalt des Görlitzer SIEMENS Werkes zu unterstützen.
Mathias Fröck, einer der AntragstellerInnen meinte dazu:

Ich freue mich, dass wir dieses Zeichen vom Kreisparteitag aussenden konnten. Der Wegfall des Turbinenwerkes in Görlitz ist ein Kahlschlag für die ganze Region und darf nicht schweigend hingenommen werden. Wenn tausende Arbeitsplätze und Existenzen zerstört werden, dann muss es Widerstand gegen die Konzernpläne geben. Ein weiter so oder man müsste sich nur mehr anstrengen, dann überlegen sich die Konzernchefs das noch mal, sollte es nicht geben. Der gute Wille und das Engagement der Beschäftigten alleine hat nur in den seltensten Fällen dafür gesorgt, dass Werksschließungen verhindert werden konnten. Nur das gemeinsam kämpfen von allen Görlitzern und der Kampf um das Werk kann für ein Umdenken sorgen. Es gibt ja schließlich Gründe, warum gerade in Ostdeutschland trotz voller Auftragsbücher die Werke geschlossen werden sollen, schließlich hat die verfehlte Politik der CDU gewaltige Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland noch nicht aufgelöst und ermöglicht SIEMENS damit, trotz Schließung und Abfindungen ihre Rendite noch zu erhöhen.


Die Görlitzer LINKE stellt sich dabei in ihrem Kampf um den Erhalt des Görlitzer Werkes in die Reihe mit der Bundesweiten Kampagne gegen die Werksschließungen.

Wir kämpfen gemeinsam und müssen jetzt Druck aufbauen, damit SIEMENS merkt, dass sie das nicht so einfach mit uns machen können. Deshalb wird demnächst von uns auch eine größere Aktion stattfinden, an der alle Görlitzer teilnehmen können.

So Mirko Schultze, Görlitzer Stadtrat und Landtagsabgeordneter zu dem Antrag.

Erste Demonstration am 9. November in Görlitz gegen Schließung von Siemens Görlitz – der Kampf geht weiter

Es ist noch nicht lange her, da hatte der Zugbauer Bombardier angekündigt, bis zu 800 Arbeitsplätze in Görlitz zu streichen. Und jetzt kommt Siemens mit einer ähnlichen Nachricht. Wieder müssen hunderte Menschen in Görlitz um ihren Arbeitsplatz bangen. In dem tarifgebundenen Werk arbeiten nach Angaben eines Siemens-Sprechers etwa 900 Menschen.

Für Donnerstag, den 9. November hatte die IG Metall und der Betriebsrat des Siemens-Standortes Görlitz zu einer Demonstration vor dem Siemenswerk aufgerufen und ca. 2500 Menschen kamen um vor den Werkstoren des Unternehmens gegen die mögliche Schließung zu demonstrieren.

Jan Otto, Geschäftsführer der IG Metall Ostsachsen kündigte an, sollte Siemens tatsächlich planen, das Görlitzer Werk ganz oder zum Teil zu schließen, werde man "mit aller Härte dagegen vorgehen".

Für den DGB Ostsachsen hielt unter anderem die neue Vorsitzende Dana Dubil eine kämpferische Rede. Man nehme das gemeinsam mit seinen Einzelgewerkschaften nicht kampflos hin sagte sie. Die Region brauche gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich den Betrieb, hier stehe die Zukunft der Region auf dem Spiel, mahnte sie.

Ebenfalls vor Ort zur Unterstützung der Kollegen von Siemens war Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, und Antje Feiks, die neu gewählte Vorsitzende des Landesverbandes der LINKEN. Nach der Demonstration versprach Rico Gebhardt der DGB Vorsitzenden von Ostsachen, Dana Dubil, seine volle Unterstützung. Auch zur Unterstützung dabei war die Linksjugend ['Solid] mit einem selbst gestaltetem Transparent.

Am 16. November kam in den Abendstunden dann die Eil-Meldung aus München, dass die Schließung des Görlitzer Siemenswerkes beschlossen sei. Spontan versammelten sich viele Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger, auch Mitglieder der LINKEN vor dem Toren des Siemens-Werkes zu einer Demonstration.